Frenster    Introvisions-Coaching

Einige exemplarische Erfahrungen mit eher klar umrissenen Konflikten aus der Beratungspraxis:

Erfahrungen aus der Coaching-Praxis siehe Referenzen.

 

Flugangst:

Ein Bekannter erzählte mir, dass er in wenigen Tagen nach Hawaii zu einer großen Familienfeier fliegen müsse, er aber das Problem hätte, schon beim Anblick eines Fliegers einen heftigen Schweißausbruch zu bekommen. Er sei seit 40 Jahren nicht geflogen. Ich bot ihm die Introvisionsberatung an.  Am Montag führte ich ihn in die Theorie ein und zeigte ihm die Techniken. Am Dienstag wurde die Beratung durchgeführt. Es stellte sich heraus, dass er bei seinem letzten Flug vor langer Zeit über Wasser geflogen war und dadurch unbewusst eine alte Situation als 13Jähriger beim Schwimmunterricht angeknüpft wurde. Damals mussten alle über eine Stunde im Kreis schwimmen. An einem bestimmten Punkt ging ihm die Kraft aus. Er konnte aber nicht aus diesem Kreis heraus, um an Land zu gehen. Dabei ergriff ihn Panik und er wäre beinahe ertrunken. Die Ähnlichkeiten dieser Erfahrung zum Fliegen waren durch das Wasser, die Enge und das Nichtherauskommen gegeben. Die damals erlebte Panik und die Angst zu ertrinken, bzw. zu sterben war an die Situation im Flugzeug und an die Vorstellung im Flugzeug zu sitzen angekoppelt worden. Er konnte sich nach der Sitzung eigentlich nicht vorstellen, dass es etwas nützen würde, obwohl der Gedanke an das Fliegen erst einmal seinen Schrecken vorloren hatte.
Am Donnerstag darauf ist er über 24 Std nach Hawaii geflogen. Er hat während des gesamten Fluges keinerlei Angst verspürt. Im Gegenteil haben ihm sogar die Luftlöcher Spaß gemacht, da er ja die Angst zu sterben bereits entschärft hatte. Jetzt plant er den nächsten Flug in den Herbstferien.


Prüfungsangst:

Ein Beispiel wie einfach sich manchmal Situationen entschärfen lassen, wenn man die Introvision schon erlernt hat:

Eine junge Frau hatte bereits ihr Problem mit dem Abnehmen müssen (siehe unten Magersucht) aufgelöst. Sie stand nun vor einer Aufnahmeprüfung für ihr gewähltes Studienfach. Im Abitur hatte sie durch den Prüfungsstress Kreislaufprobleme und einen Neurodermitisschub bekommen. Nach einem kurzen Gespräch benutzte sie den Satz: "Es kann sein, dass ich durch die Prüfung falle". Sie berichtete anschließend, dass sie völlig ruhig und gelassen die Prüfung absolviert und bestanden hatte. Jedes mal, wenn sie ein Gefühl von Aufregung verspürte, hat sie den Satz wiederholt und für ein paar Augenblicke die Aufmerksamkeit weit gestellt.

Am Ende des Studiums wurde Ihre Abschlusshausarbeit als völlig unzureichend abgelehnt. Sie geriet dadurch in Panik, da sie dachte, es besonders gut gemacht zu haben. Eine kurze Beratung reichte für sie aus, um den  richtigen Satz zu finden. Die zweite Hausarbeit wurde dann mit gut benotet.

 

Angst vor tiefem Wasser:

Ein junger Kitesurfer berichtete von seiner Angst vor tiefem Wasser. Dies ist in Cuxhaven nicht so schlimm, da wir hier durch das Wattenmeer großflächig knietiefes Wasser haben. Aber er strebte eine semiprofessionelle Karriere an und musste dazu auch in anderen Gewässern kiten können. Diese Angst nahm ihm förmlich Luft und Kraft. Er hatte das Bild "runter gesaugt" zu werden als Anknüpfung. Das Schlimme für ihn waren Hilflosigkeit und Ohnmacht. Mit dem für ihn spezifischen Satz, konnte er diesen Konflikt erfolgreich auflösen. Er kitet jetzt in Vietnam und Südafrika große Wellen und auf dem offenen Meer.

 

Kontrollverlust:

Die Angst, keine Kontrolle zu haben, ist sehr verbreitet und äußert sich vielfältig. Bei Flug- und Tunnelangst und Höhenangst spielt dies scheinbar oft eine große Rolle.

Eine Unternehmerin hatte das Problem, dass sie immer mehr im Verkehrsstau, in Tunneln und Tiefgaragen in Panik geriet. Für ihre Arbeit war es aber dringend notwendig, auch alleine mit dem Auto zu Kunden zu fahren. Sie hatte schon alle möglichen Stragtegien entwickelt, eine alleinige Autofahrt zu vermeiden und sich gleichzeitig vor den Angestellten, nichts anmerken zu lassen. Hier zeigten sich einige Imperative: Hilflosigkeit, nicht um Hilfe bitten zu dürfen und die Angst eine Versagerin zu sein. Aufgelöst hat sich die gesamte Konfliktsituation erst durch das Auflösen der Angst, keine Kontrolle zu haben. Hier zeigten sich auch einige Situationen aus der Kindheit, die alle mit dem aktuellen Konflikt verknüpft waren und die durch das Auflösen der Angst vor dem Kontrollverlust ebenfalls aufgelöst werden konnten.

 

Probleme mit der Schwiergermutter:

Eine Frau hatte seit Anbeginn ihrer Ehe Probleme mit der Schwiegermutter. Besonders schlimm war für sie, dass ihr Ehemann sich in Situationen, in denen sie versuchte sich zu behaupten, eher auf die Seite der Schwiegermutter stellte. Sie fühlte sich erdrückt, machtlos, nicht respektiert und hatte starke Verspannungen im Nacken und Rücken, eine dauerhaft verstopfte Nase und Ohrensausen mit Klingeln. Durch die Hilfe eines Therapeuten konnte sie die Nasenverstopfung und das Ohrensausen und -klingeln beseitigen. Im Laufe der Beratung kamen diese Symptome wieder und die Schmerzen im Nacken, Rücken und auch im Knie wurden sehr stark. Nach einigen Ansätzen in Richtung Opfer , Macht und eigene Power, die eher intellektuell assoziiert wurden, zeigte sich der Imperativ "Nicht gesehen werden". Dadurch lösten sich sehr schnell die verstärkten Schmerzen und die anderen Reaktionen auf. In einer erneuten konfliktbeladenen Situation mit der Schwiegermutter war sie in der Lage, angemessen zu reagieren. Diesmal stellte sich ihr Ehemann offen auf ihre Seite und die Schwiegermutter konnte lernen, auch die Wünsche und Ansichten der Schwiegertochter zu respektieren.

 

Magersucht:

Eine junge Frau litt unter dem Zwang sich fettfrei ernähren und immer mehr abnehmen zu müssen. Auch das Erbrechen war eine ihrer Methoden, nicht zu zunehmen. Als sie zu mir kam, war sie bereits bedenklich mager und sie verlor allmählich den Appetit generell. Es stellte sich heraus, dass sie im Alter von 12 Jahren unter der Trennungssituation ihrer Eltern stark gelitten hatte und auch mit dem neuen Partner ihrer Mutter nicht glücklich war. Damals fing sie an, das Essen willentlich zu erbrechen. Nach mehreren sehr behutsamen Sitzungen erkannte sie, dass ihr Körper das einzige in ihrem Leben war, über das sie selbst bestimmen konnte. Sie hatte das Gefühl, dass alles andere ihr aufgezwungen worden war. Nach den Sitzungen hat sie wieder zugenommen und ihr Leben freudig in die eigene Hand genommen. Bis heute, 5 Jahre später, hat sie noch keinen Rückfall bekommen.

 

Selbstintrovision:

Ich sah eine Frau aus dem Auto steigen und in dasselbe Geschäft gehen, in dem ich ebenfalls einkaufen wollte. Dieser Frau hatte ich gerade einen "bösen" Brief geschrieben, da sie meinen Sohn fälschlicher Weise bezichtigte, ihrem Sohn beim Schulfussball die Brille zerstört zu haben. Ich war mit meiner Anschuldigung, dass sie versuche sich über unsere Haftpflichtversicherung eine neue Brille zu besorgen, klar im Recht, denn es gab genug Zeugen. Trotzdem fühlte ich mich sehr unwohl ihr gegenüber zu treten. Mein Bauch zog sich zusammen. Ich spürte in mich hinein, um heraus zu finden, was ich befürchtete. Es kam mir der Satz, dass sie mich nicht mögen würde in den Sinn und das durfte nicht sein. Ich löste diesen Imperativ auf und betrat das Geschäft. Ich fühlte mich ruhig und die Begegnung verlief neutral.

 

Während einer Arbeit ist mir plötzlich aufgefallen, dass ich immer viel zu schnell bin und mir zu wenig Zeit lasse, die Dinge in Ruhe zu erledigen. Durch die Selbstintrovision kam mir eine Situation meiner Kindheit in den Sinn, in der durch das undichte Dach Regen ins Wohnzimmer tropfte und alle kopflos durcheinander liefen, um etwas zu tun. Ich war noch sehr klein und wusste nicht was ich tun sollte. Ich blieb also einafch ruhig und wartete darauf, das mir jemand sagt, was zu tun ist. Das regte meine Mutter sehr auf und sie meinte, dass ich zu langsam sei. Ich löste diesen Imperativ: "Ich darf nicht zu langsam sein" auf und verrichte meine Arbeit seit dem in einer angemessenen Geschwindigkeit. Der Bauch ist entspannt, ich habe gelernt, mit meinen Kräften besser um zu gehen und kann besser Flüchtigkeitsfehler vermeiden.